Huawei Nova im Test: Mittelklasse im Nexus Look

By 12. Dezember 2016 Januar 7th, 2017 Smartphones, Technik im Test
Huawei Nova im Test: Mittelklasse im Alulook

Ein Bericht aus der Sicht eines Alltags-Nutzers

Wir von Technik Smag versuchen immer wieder Eindrücke und Impressionen aktueller Geräte auch von unseren Lesern zu erhalten. Zwar haben wir Geeks einen guten Überblick und Erfahrungen über die technischen Fakten der verschiedensten Gadgets sehen aber ein Smartphone trotzdem aus einer anderen Sicht als Ihr.
Deswegen veröffentlichen wir gelegentlich auch Tests von Nutzern und Fans von Technik Smag.

Design & Verarbeitung

Huawei Nova Verarbeitung im TestAuch wenn das Huawei Nova vom Preis her eher zur Smartphone-Mittelklasse zählt (erhältlich für 350 € UVP), ist es vom Aussehen und vom Handgefühl im Premium-Sektor anzusiedeln. Das schmale Design und die edle Metalloptik unterstreichen dies. Das einzige, was die Optik ein wenig stört, sind die Kunststoffkappen oben und unten, die nicht ganz zur sonst recht guten Verarbeitung passen. Neben Titanium Grey, ist das Nova auch in den Farben Mystic Silber und Prestige Gold in Deutschland erhältlich.

Mit einer starken Anlehnung an das Design des Google Nexus 6P von Anfang 2016, dass ebenfalls von Huawei gefertigt wurde, bietet das Nova das gute Design nun in einem noch kompakterem Gerät, dass sich durch seine geringen Abmessungen gut auch mit einer Hand bedienen lässt.

Displayqualität

Das brilliante 5 Zoll IPS Display bietet dank einer Full HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) genügend Schärfe und Darstellungsqualität für klar lesbare Texte und detailreiche Bilder und Videos. Die natürliche Farbgebung, die optional eingestellt werden kann, bietet eine augenfreundliche Alternative zur normalen Farbgebung, Huawei nennt diesen Modus auch „Sehkomfort“. Er schont eure Augen und bietet ein besseres Lesen bei Dunkelheit. Im Test konnten wir keine Kritik am Display feststellen, jediglich die Schwarzwerte hätten etwas besser sein können.

Fingerprint

Wie schon bei anderen Modellen bietet das Nova einen Fingerabdrucksensor, der unterhalb der Hauptkamera ergonomisch sehr gut plaziert wurde, mit dem das Display im Handumdrehen entsperrt werden kann.  Außerdem ist es mit einem Wisch möglich Fotos in der Galerie durchzuscrollen, einen Anruf entgegen zunehmen und die Benachrichtigungsleiste aufzurufen. Huawei typisch entsperrt der Sensor in gerade ein Mal 1 Sekunde. Einen Button, wie beim Honor 8 sucht man jedoch vergebens.

Kamera: Solide Mittelklasse

Die Hauptkamera des Nova bietet mit 12 Megapixeln eine gute Basis für Tageslichtaufnahmen. Der Autofokus arbeitet zügig für ein Gerät dieser Preisklasse und Bilder bieten oberflächlich betrachtet genügend Details für ein ansehnliches Ergebnis. Lediglich bei schwachen Lichtverhältnissen schwächelt die Kamera und es kommt mangels optischem Bildstabilisator zu verwackelten Bildern, sowie Bildrauschen. Hier merkt man den Unterschied zu den Leica Kameras, die im Huawei P9 und P9 Plus Einzug erhalten haben.

Überrascht hat im Test die Frontkamera, die mit ihren 8 Megapixeln recht ordentliche Selfies abliefert. Interessant für die Damenwelt dürfte auch der Beauty- und Schmink-Modus sein, der  in der Kamera App direkt nach der Aufnahme, Falten ausbügelt, die Haut glättet, die Augen vergrößert und auf Wunsch  sogar Make-up, von „cute“ über „Party“ hin zu „smokey eyes“ überblendet. Wenn auch dies nur eine nette Spielerei ist, kann man beim Nova spätestenz jetzt die angesprochene Zielgruppe erahnen lassen. Kompakte Maße und Beauty Kamera Funktionen sollen wohl gerade die Damen ansprechen.

Performence & Software

Huawei Nova: performance und Software im Test, ReviewIm Nova arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 625 mit 8 x 2GHz und sorgt für eine konstant gute Leistung für das auf Android 6 basierende System. Als UI setzt Huawei auf EMUi 4.1. Damit laufen die meisten Spiele auf hoher Auflösung in guter Performance, wenn auch etwas längere Ladezeiten gegenüber der Highend Smartphones in Kauf genommen werden müssen. Eine Game Maschine ist das Nova auf keinen Fall und richtet sich eher an den Gelegenheitsspieler, einfache Spiele, wie Candy Crush oder ähnliche Games liefen ohne Probleme.

Ein kleiner Wermutstropfen ist hingegen die unterstützten Wifi Standards. Wlan a oder ac werden leider nicht unterstützt und auch 5GHz Wifi unterstützt das Nova nicht. Leider muss man auch auf NFC verzichten, für den Preis von ca. 350€ hätten wir uns das schon gewünscht.

Huawei Nova Akku

Huawei verspricht mit dem verbauten Akku (3020 mAh) eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Tagen. Das konnten wir nicht so ganz bestätigen. Wir kamen eher über einen Tag. Mit dem kommenden Update auf Android 7 kann das aber schon wieder anders aussehen!

Sollte der Akku doch mal schneller leer sein, kann man diesen dank Fast Charge in ca. 1,5h komplett oder in 30 Minuten für 2h intensive Nutzung laden lassen. Zwar kommt das Nova mit USB Type-C, jedoch nur mit USB 2.0 Geschwindigkeit.

Fazit

Das Nova überzeugt in Optik und Handling. Die Kamera macht Spaß und bietet einige nette Spielereien, hat jedoch bei Dunkelheit mit deutlichem Rauschen zu kämpfen. Die Performence ist grundsolide. Für einen Preis von 350€ erhaltet Ihr ein schickes Gerät aus der Mittelklasse, dass von allem etwas kann.
Preislich konkurriert jedoch aus eigenem Haus das Honor 8, dass mit wesentlich besserer Ausstattung daher kommt und gerade mal 40€ mehr kostet! Wer nicht unbedingt den Nexus Style braucht, sollte lieber zum Honor 8 greifen, dass in unserem Test sehr gut abgeschnitten hat.

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